Installation in Linux (Java)

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Dieses kleine Tutorial soll dir helfen die Java-JDK auf deinem Rechner ans laufen zu bekommen. Es erklärt die Einrichtung auf einem Linux-System für Linux-Neulinge. Hilfe zur Einrichtung unter Windows findest du in diesem Tutorial von Michael. Ein erfahrener Linux-User, wird mit der Installation, auch ohne mein Tutorial, kein Problem haben.

Inhaltsverzeichnis

Download

Zuerst musst du dir die Java JDK von Sun herunterladen.

Die aktuelle Vollversion heißt bei Sun JDK 5.0 Update 5, warum die das Update nennen musst du Sun fragen... ;) Außerdem musst du auch die für deine Platform richtige Datei herunterladen. Also Linux oder, wenn du einen AMD64 hast, Linux AMD64.

Lade dir die .bin-Datei herunter, oder falls deine Distribution auch RPM's unterstützt (z.B. Fedora Core, Redhat, SuSE, ...) kannst du dir alternativ auch die rpm.bin-Datei saugen. Dieses Tutorial geht jedoch davon aus, dass du die .bin-Datei verwendest, da diese von allen Distributionen unterstützt werden dürfte.

Achtung: Du brauchst das J2SE Development Kit (JDK), nicht etwa die J2SE Runtime Environment (JRE).

Installation

Ich gehe davon aus, dass du dir eben die Datei jdk-1_5_0_05-linux-i586.bin gesaugt hast. Solltest du eine andere haben, z.B. die AMD64-Version oder eine neuere JDK-Version, gehe einfach analog vor.

Als erstes brauchst du, wie für eigentlich alles in Linux, eine Konsole. Falls du KDE benutzt, findest du diese unter KDE-Button -> Systemwerkzeuge -> Terminal.

Nun wechsele in das Verzeichnis, in das du die Installationsdatei heruntergeladen hast. Ist dies z.B. /home/coolcat/downloads/, so gebe dazu einfach

cd /home/coolcat/downloads/

ein. Damit du die Datei starten kannst, muss sie als ausführbar gekennzeichnet sein. Dies machst du mit

chmod +x jdk-1_5_0_05-linux-i586.bin

Wechsele nun in das Verzeichnis /usr/local/. Alternativ kannst du die JDK aber natürlich auch irgendwo anders installieren, beispielsweise in deinem Home-Verzeichnis, falls du aus irgendeinem Grund keine root-Rechte bekommen kannst.

Hinweis: bei der Installation wird gleich ein Ordner jdk1.5.0_05 erzeugt.

cd /usr/local/

Da du als normaler Benutzer in /usr/local/ keine Schreibrechte besitzt, solltest du dich zum root machen. Dazu einfach

su

Nach der Eingabe deines root-Passworts, hast du innerhalb dieser Konsole root-Rechte. Jetzt startest du von diesem Ordner aus die Installationsdatei, indem du

/home/coolcat/downloads/jdk-1_5_0_05-linux-i586.bin

eingibst, vorrausgesetzt /home/coolcat/downloads/ war dein Download-Ordner.

Die Installation-Routine zeigt dir nun den Lizensvertrag, den du mit der Leertaste weiterschalten kannst. Nach ein paar mal drücken kommt dann die Frage ob du den Vertrag annehmen willst. Gebe ein y ein und drücke die Eingabetaste. Die Datei beginnt sich zu entpacken, was einige Zeit dauert. Irgendwann kommt dann die Meldung Done.. Damit ist die JDK bereits installiert, jedoch solltest du trotzdem weiterlesen...

Symbolische Links

Um die Arbeit mit der JDK zu vereinfachen, solltest du dir im Ordner /usr/bin drei symbolische Links auf die Dateien bin/java, bin/javac und bin/javadoc im Java-Instalationsverzeichnis erzeugen.

Wechsel dazu zuerst in das Verzeichnis /usr/bin/:

cd /usr/bin

Falls du noch nicht root bist, hole dir mit

su

root-Rechte. Du wirst dabei nach deinem root-Passwort gefragt. Nun gibst du nacheinander folgendes ein:

ln -s /usr/local/jdk1.5.0_05/bin/java 
ln -s /usr/local/jdk1.5.0_05/bin/javac 
ln -s /usr/local/jdk1.5.0_05/bin/javadoc

Vorausgesetzt, du hattest die JDK in /usr/local/ installiert, falls nicht, einfach den Pfad entsprechend anpassen. Mit Hilfe der symbolischen Links kannst du nun von jedem Verzeichnis auf diese drei Java-Anwendungen zugreifen.

Solltest du aus irgendeinem Grund (z.B. keine root-Rechte) nicht in der Lage sein die symbolischen Links in /usr/bin zumachen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Gebe jedesmal den kompletten Pfad zum starten an. Also z.B.:
    /home/coolcat/jdk1.5.0_05/bin/java
    Tipp: Nachdem du dies einmal eingeben hast, kannst du dir Tipparbeit sparen, da die Konsole die letzten 20-30 eingebenen Befehle speichert. Benutze die Pfeiltasten Hoch bzw. Runter.
  • Du kannst die den Ordner /usr/local/jdk1.5.0_05/bin in die Umgebungsvariable PATH deines Users aufnehmen.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, sich den symbolischen Link einfach im Arbeitsverzeichnis anzulegen. Beispiel: Du hast Arbeitzeichnis home/coolcat/javawork. In diesem Verzeichnis liegt ein Ordner projekt mit deinem akutellen Java-Projekt. Legst du nun im Ordner javawork die symbolischen Links an, kannst du diese aus dem projekt-Ordner z.B. mit
    ../java
    erreichen. Dies funktioniert, da der Ordner .. in einem Verzeichnis immer der übergeordnete Ordner ist.

Hello World

So, da nun alles funktionieren sollte, ist es Zeit für einen ersten Test. Schreiben wir also ein Hello World-Programm. Erstelle mit einem beliebigen Texteditor, beispielsweise KWrite, KEdit, Kate, Vim, XEmacs, NEdit, etc. ... was auch immer du hast, eine Textdatei mit dem Namen HelloWorld.java und gebe ihr den folgenden Inhalt:

public class HelloWorld 
{
    public static void main(String[] args)
    {	
        System.out.println("Hello World!\n");
    }
}

Du kannst die Datei auch hier downloaden. Wechsel nun in einer Konsole in den Ordner in dem du die Datei gespeichert hast, und starte den Java-Precompiler:

javac HelloWorld.java

Damit wird, wenn alles gut geht, im selben Verzeichnis eine Datei mit dem Namen HelloWorld.class erzeugt. Diese kannst du anschließend starten:

java HelloWorld

Die Ausgabe sollte in etwa so aussehen:

[coolcat@sempron Java]$ java HelloWorld
Hello World!

[coolcat@sempron Java]$

Update

Erscheint eine neue Java-Version, kann es Sinn machen die Java-Installation zu aktualisieren. Es gibt keine Update-Funktion, daher muss man in diesem Fall Java neuinstallieren. Dabei geht man genauso vor, wie im Abschnitt Installation beschrieben. Es können problemlos mehrere Java-Versionen nebeneinander auf einem System installiert sein. Durch die symbolischen Links bzw. die PATH-Variable wird bestimmt welche Version verwendet wird. Diese müssen also gegebenenfalls neu gesetzt werden. Über den Parameter -version kann man sich die Java-Version ausgeben lassen um sicherzustellen, dass man die richtige Version verwendet.

[coolcat@sempron2800 ~]$ java -version
java version "1.5.0_05"

(...)

[coolcat@sempron2800 ~]$ javac -version
javac 1.5.0_05

(...)

[coolcat@sempron2800 ~]$ 

Funktioniert die neue Version zufriedenstellend, kann der Installationsordner der alten Java-Version einfach gelöscht werden.

Möglicherweise könnte die neue Version nicht hundertprozentig abwärtskompatibel sein. Es ist daher nicht empfehlenswert eine Aktualisierung durchzuführen, während man an einem größeren Software-Projekt arbeitet. Dies gilt insbesondere wenn man Klassen/Methoden benutzt die als Deprecated eingestuft sind.

Java-Plugin für Firefox/Mozilla (optional)

Die Installation der JDK beinhaltet auch ein Browser-Plugin für Netscape/Mozilla-Browser. Um dem Browser mitzuteilen, dass er das Plugin verwenden soll, reicht es einen symbolischen Link im Plugin-Verzeichnis des Browsers auf die Datei <java-install-path>/jre/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so zu setzen. Beispiel:

cd ~/.mozilla/plugins/
ln -s /usr/java/jdk1.5.0_05/jre/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so

Sollte das Verzeichnis ~/.mozilla/plugins/ nicht existieren, kannst du es einfach erzeugen.

Nach einem Neustart des Browsers sollte das Plugin gefunden werden. Nach dem eintippen von about:plugins in die Adresszeile zeigt Firefox eine Liste der installierten Plugins an.

Links


--Coolcat 21:49, 10. Okt 2006 (CEST)

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