Lineare Algebra - Mitschrift - Hanke/2 Vektorräume
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§4 Vektorräume
(2.1) Definition (Vektorraum)
Sei K ein Körper und (V, + ) eine abelsche Gruppe.
V heißt K-Vektorraum oder Vektorraum über K, wenn eine skalare Multiplikation definitert ist:
mit
(V1) (λ + μ)v = λv + μv
(V2) λ(v + w) = λv + λw
(V3) λ(μv) = (λμ)v
(V4) 1v = v
für alle
und
Die Elemente von V heisen Vektoren, die Elemente von K Skalare.
Achtung: 0 bezeichnet sowohl
als auch
Die
heißt Nullvektor, geschrieben
(2.2) Folgerungen (aus 2.1)
Sei V ein K-Vektorraum (kurz: K-VR)
Für alle
gelten:
(W1)
(W2)
(W3)
(2.3) Beispiele (zu 2.1)
- V = {0} ist der triviale K-VR
- Sind
zwei Körper (insbes. K = L)
- dann ist L ein K-VR mit
-
- Zum Beispiel
ist
-VR,
ist
-VR
-
ist K-VR mit
-
(Def. 1.27b)
- Speziell: Die Elemente von
und
heißen
- Spaltenvektor bzw. Zeilenvektor
-
- Sei M Menge
- Dann ist KM ein K-VR mit
-
-
- Speziell:
-
-
-
-VR:
-
(Folgenraum, Funktionalanalysis(?))
(2.4) Definition und Bemerkung (Untervektorraum)
Sei V ein K-VR,
W heißt (K-)Untervektorraum (Kurz: UVR oder Unterraum) von V,
geschrieben
, wenn folgende Bedingungen gelten:
(UV1)
(UV2)
(UV3)
Bemerkung: Dann ist W selbst K-VR bzwl. Addition und Multiplikation von V
Es ist
(2.5) Beispiele (zu 2.4)
- Sei U K-VR.
- Für jedes
ist
-
- Für jedes
- Für
-
-
\ (Ebene)
- Geraden durch
sind UVR von V. Geraden die nicht durch 0 gehen sind keine UVR von V
- Geraden durch
- Sei V K-VR,
und
- (0.21):
- Übung: Nachprüfen UV1-UV5
- (0.21):
(2.6) Definition (Linearkombination)
Sei V K-VR.
- Seien
- Eine Linearkombination von
ist ein Element
der Form
-
mit
- Eine Linearkombination von
- Sei
-
- ist die Menge aller Linearkombinationen (LK) von Elementen aus M
-
-
heißt lineare Hülle von M oder Erzeugnis von M
-
(2.7) Beispiele (zu 2.6)
-
-
sind LK von (v1,v2)
-
(Übung)
-
-
-
(2.8) Satz
Sei V K-VR,
-
- Ist
dann ist
- (d.h.
ist der kleinste UVR von V, der M enthält)
- Beweis:
- Seien
und
- Dann ist
?
-
(UV3)
-
- Also
- (d.h.
(2.9) Beispiel und Definition
Sei
mit Zeilen
und Spalten
Sind
, dann ist
ist
eine LK von
(hier: V = Km)
Sind
, dann ist
eine LK von
(hier:
)
heißt Zeilenraum von A
heißt Spaltenraum von A
(2.10) Definition
Sei V,W K-VR,
-
heißt lineare Abbildung oder K-Homomorphismus, falls gelten:
-
-
- Ein
heißt Endomorphismus von V
-
-
heißt
falls
ist
- V,W heißen isomorph, geschrieben
, falls ein Isomorphismus
exisitiert
- V,W heißen isomorph, geschrieben
(2.11) Beispiele
-
-
ist linear
-
ist nicht linear:
-
ist nicht linear:
-
ist linear
-
-
ist Isomorphismus
-
-
ist linear
- (
heißt Auswertungshomomorphismus)
- Beweis:
-
-
- Also ist
linear
-
-
-
ist linear
- Beweis:
-
-
-
-
-
(Ableitung) ist linear
- Beweis: (nach Analysis)
- (f + g)' = f' + g'
- (λf)' = λf'
-
(2.12) Definition
Sei
-
heißt Kern von
-
heißt Bild von
(2.13) Bemerkung
-
-
-
-
- Sei
, etwa
- Dann ist
- Dann ist
- Sei
-
-
-
- Sei
, d.h.
- Z.z.: n = v + v' für ein
- Setze v': = u − v. Dann ist u = v + v' und
- D.h.
- Sei
§5 Basis und Dimension
(2.16) Definition (lineare Abhängigkeit)
(2.17) Bemerkung
(2.18) Beispiel
(2.19) Satz (Erzeugnis/l.a./l.u.)
(2.20) Definition (Erzeugendensystem, Basis)
(2.21) Beispiel
(2.22) Satz (Charakterisierung von Basen)
(2.23) Bemerkung (geordnete Basis)
(2.24) Satz und Definition (Basisergänzungssatz)
Zusammenfassung Erzeugendensystem, l.u., Basis
(2.26) Bemerkung (Dimension und Basis)
(2.25) Folgerung (endlicher Körper Dimension)
(2.27) Beispiele
(2.28) Folgerung (Dimension Unterraum)
(2.29) Beispiel (Matrixdarstellung der komplexen Zahlen)
(2.30) Definition und Bemerkung (Rang, Zeilenraum)
(2.31) Anwendung (Lösen eines LGS mittels Normalform
(2.32) Beispiel
(2.33) Bemerkung
(2.34) Satz
eine lineare Abbildung ist eindeutig definiert durch die Bilder der Basiselemente
(2.35) Beispiel
(2.36) Bemerkung
(2.37) Definition (Rang und Defekt)
(2.38) Beispiel
(2.39) Folgerung (Charakterisierung von injektiv, surjektiv, bijektiv bei linearen Abbildungen)
(2.40) Satz
dim_K V = dim_K W gdw. V =~ W
(2.41) Definition und Bemerkung (Koordinatenvektor)
(2.42) Beispiele
§6 Unterräume des K^n
zb.
n-dim. euklidischer Raum
Gitterpunkte im n-dim. Würfel der Seitenlänge p
z.B.
Wir kennen z.B.: Sei A
heißt Nullraum von A
(2.43) Bemerkung
Die Abbildungen
sind Isomorphismen.
Für alle
gilt:
Fragen:
- Wie bestimmt man Basis / Dimension von SR(A), ZR(A),
?
- Wie testet man:
?
(2.44) Bemerkung
Seit A in Zeilenstufenform mit Zeilen
Dann ist RgA = r und (z1,...,zr) Basis von ZR(A)
Folge:
Basis von ZR(A)t = SR(At)
(2.45) Anmerkung
Sei
- a)
- 1. Bringe A auf Zeilenstufenform mit Zeilentransf. (Spaltenstufenform mit Spaltentransf.)
- 2. lese Basis von ZR(A) aus Zeilen ab, (dabei: Null-Zeilen weglassen)
- b)
- 1. Bringe At auf Zeilenstufenform
- 2. Lese Zeilen ab und transponiere diese. -> Basis von SR(A)
§7 Lineare Abbildungen und Matrizen
(2.56) Definition (Abbildungsmatrix)
(2.57) Beispiel
(2.58) Satz (Spaltenvektoren und lineare Abbildungen)
(2.59) Beispiele
(2.60) Satz (Abbildung Homomorphismus)
(2.61) Folgerung (Dimension bijektiv)
(2.62) Folgerung
A invertierbar gdw. (φ) Isomorphismus
Basiswechsel
(2.63) Definition und Bemerkung (Basiswechselmatrix)
(2.64) Satz (Basiswechselsatz)
(2.65) Bemerkung (eindeutige Basis)
Beispiel
(2.66) Beispiel (Spiegelung und Drehung)
Speziell: Basiswechselmatrix
(2.67) Bemerung
Basiswechsel entsprechen Isomorphismen
(2.68) Folgerung
(2.69) Beispiel
§8 Matrix-Inversion und LU-Zerlegung
Invertieren
(2.70) Beispiel (Invertieren)
LU-Zerlegung
(2.71) Satz (Umformungen für LU)
Anwendung LU
(2.72) Algorithmus (LU)
(2.73) Beispiel (LU)
(2.74) Bemerkung
(2.75) Satz
φ injektiv eindeutig lösbar