Theoretisches Experiment (Psychologie)
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Hier mein theoretisches Experiment, das ich eingereicht habe. Es wurde akzeptiert. Es geht in dieser Disziplin nur darum, der Dozentin zu zeigen, dass man verstanden hat, wie sowas auszusehen hat. Dieser Text kann also völliger Schwachsinn sein. Ich kann dies weder bestätigen noch dementieren, weil wir die Experimente nicht zurückbekommen haben.
Inhaltsverzeichnis |
Thema
Lässt sich der freie Wille einer Person durch unterschwellige Botschaften manipulieren?
Fragestellung
Aufgrund des Experimentes, welches wir für Forschungsmethoden I absolvieren mussten und in meinem Fall mit kurz eingeblendeten Bildern zusammenhing, und diverser Filme, stellte ich mir die Frage, ob man den freien Willen einer Person durch Botschaften beeinflussen kann, ohne, dass die Person weder die Manipulation noch die Auswirkungen bewusst registriert. Dies kann in Form von kurz eingeblendeten Bildern sein, aber auch von Audio-Botschaften, die einem Lied untergemischt wurden. Das Experiment ist auch unter dem Namen „Coca-Cola-Experiment“ bekannt, welches es jedoch nie gegeben haben soll. Ich finde es wichtig herauszufinden, ob dies möglich ist, denn wenn dies der Fall ist und Hersteller diese Art von Marketing einsetzen, sollten sofort Maßnahmen gegen diese Aktionen getroffen werden, da es nicht im Sinne der Konsumenten ist, ohne ihr Einverständnis und gegen ihren Willen in ihren Entscheidungen manipuliert zu werden.
Daher stellte ich mir für den allgemeinen Fall folgende Frage: Lässt sich der freie Wille einer Person durch unterschwellige Botschaften manipulieren?
(Sach-)Hypothesen
Meine Hypothese ist, dass beim Medium Fernsehen, für Millisekunden eine Botschaft in Form eines Bildes eingeblendet werden kann, die bewusst nicht vom Bewusstsein des Menschen wahrgenommen werden kann. Nach Siegmund Freud existieren drei Ebenen des Bewusstseins:
- Das Unbewusste. Trotz willentlicher Anstrengung kann ein seelischer Inhalt zu einem gegebenen Zeitpunkt nicht bewusst gemacht werden.
- 1.Das Vorbewusste. Dies sind seelische Inhalte, die momentan nicht im Bewusstsein sind, jedoch wieder bewusst gemacht werden können (z.B. der Name eines Bekannten, den man auf der Straße trifft).
- 1.Das Bewusste.
(Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Unterbewusstsein)
Die Botschaften sollen also in Stufe 1 bleiben und nicht von der Person aktiv abrufbar sein. Dazu müssten die Bilder mit den Botschaften in Abständen zu einander schneller als 25 Bilder pro Sekunde ein- und wieder ausgeblendet werden.
Beim Medium Radio wäre es vielleicht möglich, für das Bewusstsein unverständliche Stimmen abzuspielen, die erst nach einiger Zeit im Gehirn entschlüsselt werden. Die Verschlüsselung kann in Form einer sehr schnell abgespielten Stimme geschehen.
Operationalisierung
Um die Hypothese zu untersuchen, würde ich mich auf das Medium Fernsehen beschränken. Ein Film wird zweimal manipuliert, für zwei verschiedene Experimentalgruppen, und einmal gelassen wie er ist, für die Kontrollgruppe. Die Manipulation erfolgt einmal durch das Einfügen von Bildern, die Verlangen nach dem Produkt „Coca Cola“ hervorrufen, und einmal, die Verlangen nach dem Produkt „Fanta“ hervorrufen.
Es werden aus einer möglichst großen Menge von Versuchspersonen die drei Gruppen gebildet. Die Zuteilung erfolgt per Zufall.
Operationalisierungstechnik:
Nachdem jeweils die Filme vorgeführt wurden, werden den Testpersonen drei verschiedene Getränke kostenlos an einem Stand angeboten. Die Getränke sind Cola, Fanta und Wasser. Der Stand wird verdeckt gefilmt. Danach wird der Film ausgewertet, indem jede Person auf Häufigkeit der Getränkewahl hin untersucht wird. Daraus kann man verschiedene Werte ermitteln: Wer, was wie häufig getrunken hat. Diese Werte sind eindeutig und müssen nicht subjektiv interpretiert werden.
Vergleichstests könnten die Testergebnisse bestätigen, bzw. präzisieren, wenn die Ergebnisse sehr knapp ausfallen.
Qualität der AV: Die abhängige Variable (siehe Skizze) ist für sich recht hochwertig, da sie ein Messwert ist, der jederzeit wieder berechnet werden kann. Das Problem ist, wie dieser Wert zustande kommt. Würde das Ergebnis jedes mal uneindeutig ausfallen, so könnte man vermuten, dass entweder die Störvariablen das Experiment zu sehr beeinflussen, oder das Experiment zu dem Ergebnis kommt, dass eine Manipulation nicht möglich ist.
Versuchsplan
Kontrolle der Störvariablen
Eine Störvariable ist die Auswertung am Stand. Man könnte den Versuchspersonen sagen, dass sie maximal ein Glas nehmen dürfen. Um Fehler zu vermeiden, wird der Stand gefilmt und das Videomaterial ausgewertet.
Ein weiterer Störfaktor ist die Zusammensetzung der Experimentalgruppen. Da man die Versuchspersonen vorher nicht nach ihrem generellen Geschmack und der damit zusammenhängenden bevorzugten Wahl von Erfrischungsgetränken fragen kann, weil die Versuchspersonen in ihrer Meinung festgelegt sein würden, kommt es auch eine möglichst große Anzahl von Versuchspersonen pro Experimentalgruppe an, die per Zufall diesen zugeteilt werden.
Ein weiterer Störfaktor kann ein Situations-Effekt sein. Die Versuchspersonen können auch einfach sitt sein und kein Verlangen nach Getränken haben.
Stichprobe
Um genügend Versuchspersonen für den Versuch zu bekommen, könnte man das Experiment in einem Kino stattfinden lassen. Durch die Verkaufszahlen des Kinobetreibers könnte man sogar herausfinden, ob ein Produkt generell öfters getrunken wird. Diesen Wert kann man in die Berechnungen einfließen lassen. In diesem Fall findet eine anonyme Zuweisung der Versuchspersonen statt, worauf der Versuchsleiter keinen Einfluss besitzt.
Empirische Vorhersage
Da ich persönlich kein Experte in Sachen Manipulation von Gedächtnis bin, kann ich nur folgende vage Aussage treffen: Ich denke, es ist nicht vollkommen auszuschließen, dass eine Art von Manipulation stattfindet. Diese dürfte aber so gering sein, dass sich der Aufwand nicht lohnt.
